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Danzig – vor Jahrhunderten eine riesige Speisekammer Europas und ein Reiseziel von Handelsleuten. Heute – ein wichtiger Punkt auf der touristischen Weltkarte. Es ist die faszinierende Geschichte der Stadt, die majestätische Architektur, das Meer, der Strand, der Bernstein und vor allem der Geist der Freiheit, welche eine große Anziehungskraft ausüben. Genau hier, in Danzig, wurde die Bewegung geboren, die unter der Führung des charismatischen Lech Walesa zum Fall des Kommunismus in Europa führte. Durch die Kraft, die in der Danziger Werft zu spüren ist, wird die Stadt an der Motlau in der ganzen Welt mit dem höchsten Gut, der Freiheit, in Verbindung gebracht.
Danzig hat eine überraschend große Zahl von Baudenkmälern, wie Bürgerhäusern, Kirchen, militärischen Befestigungen und Hafenanlagen. Sie alle sind ein Kulturerbe und die Geschichte aus zehn Jahrhunderten erzeugt eine ganz besondere Atmosphäre von Danzig, in welcher Vergangenheit und Gegenwart in vollkommener Harmonie ein einmaliges Flair schaffen.
Um alles zu spüren, reicht ein kurzer Ausflug am Wochenende.

24 Stunden in Danzig
09:00 Auf dem Strand in Brzezno
Nicht viele Städte auf der Welt haben das Glück, so wunderschöne Sandstrände wie Danzig zu haben. Es lohnt sich, auch nur eine Viertelstunde lang die Sonne zu genießen und das in der Meeresbrise vorhandene Jod einzuatmen. Rund um den Strand gibt es viele Fischrestaurants, der lange Holzsteg eignet sich sehr gut für Spaziergänge.
12:00 Leuchtturm in Nowy Port (Neufahrwasser)
Pünktlich um 12:00, 14:00, 16:00 und 18:00 Uhr wird vom Mast auf dem Dach des historischen Backsteinleuchtturms der Zeitball fallen gelassen. Früher diente der Zeitball den Schiffskapitänen, um die Position eines Schiffes auf See exakt bestimmen zu können, heute ist er eine reine touristische Attraktion. Das Leuchtturmgebäude ist ebenfalls sehenswert: von oben gibt es eine wunderbare Aussicht auf die Weichselmündung und Westerplatte.
13:00 Fahrt mit der Wassertram F5 auf die Westerplatte und zur Festung Weichselmündung
Nowy Port und die Gegend rund um die ehemalige Weichselmündung bergen viele Attraktionen. Es wäre eine Sünde sie während der Stadtbesichtigung auszulassen, aus diesem Grund sollte man am Leuchtturm die Wassertram F5 auf die Westerplatte nehmen, wo der 2. Weltkrieg ausbrach, und später das ehemalige Kunstwerk des Festungsbaus Weichselmündung, besichtigen.
16:00 Mittagessen am Fluss Motlawa (Motlau) und Spaziergang auf der königlichen Route
Die Danziger Küche lernen wir am besten in einem der lokalen Restaurants an den Langen Brücke kennen. Das ist das Herz des alten Hafens. Nach dem Mittagsessen kann man während eines Spaziergangs die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der sog. Rechtstadt sehen. Durch das Grüne Tor geht man auf den Langen Markt, wo das Rathaus der Rechtstadt, der Artushof und der Neptunbrunnen bewundert werden können.
18:00 Kaffee in einer traditionsreichen Konditorei
Die Danziger Konditoreien und Kaffeehäuser genießen seit Jahrhunderten den besten Ruf. Man muss unbedingt die hiesigen Lebkuchen kosten. Sie sind härter als die Thornen, aber ebenso würzig und aromatisch.
20:00 Besuch auf dem historischen Solidarnosc Platz
Hier, am Denkmal der gefallenen Werftarbeiter, sammeln sich die Danziger bei wichtigen Anlässen, die drei Kreuze mit den Ankern erinnern daran, dass der Protest der Arbeiter der Danziger Werft zur Gründung der Gewerkschaft Solidarnosc führte. Gleich daneben steht das moderne Gebäude des Europäischen Solidarnosc Zentrums und das Werfttor Nr. 2 –Zeugen der Geschichte.
22:00 Nacht in einem der Klubs auf dem ehemaligen Werftgelände
Bis vor kurzem war die Danziger Werft eine getrennte Stadt mit eigenem Verkehrs- und Straßensystem zwischen den einzelnen Produktionshallen. Jetzt ziehen hier neue Einwohner ein. Es entstehen Lofts, industrielle Klubs, in den alten Produktionshallen kann bis in die frühen Morgenstunden getanzt werden.

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